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App selbst entwickeln oder machen lassen? Der Vergleich

Für einfache Standard-Apps ohne eigene Logik reicht oft ein App-Baukasten für rund 10 bis 100 € im Monat — dafür brauchen Sie keine Agentur. Individuelle Entwicklung ab 15.000 € lohnt sich, sobald eigene Prozesse, Schnittstellen zu Ihren Systemen oder Anforderungen an Datenschutz und Performance dazukommen. Dazwischen liegen KI-Tools und Freelancer.

App-Baukasten
ab 10 €/Monat
individuelle Entwicklung
ab 15.000 €
im Vergleich
4 Wege
Lesezeit
6 Min.

Weg 1: App-Baukasten (No-Code) — der günstigste Start

Baukästen setzen Apps aus fertigen Bausteinen zusammen — ohne eine Zeile Code, im Abo ab rund 10 € pro Monat.

  • Dafür reicht er: Info-Apps, Speisekarten, Terminbuchung, einfache Formulare — Standardfälle, die ein fertiger Baustein abdeckt.
  • Hier ist Schluss: eigene Geschäftslogik, Anbindung an ERP, CRM oder Fachanwendungen, Offline-Betrieb mit Synchronisation, besondere Datenschutz-Anforderungen, App-Store-feine Performance.
  • Der versteckte Preis: Ihre App lebt auf der Plattform des Anbieters. Steigen die Preise oder wird der Dienst eingestellt, gibt es keinen Code zum Mitnehmen.

Weg 2: KI-Tools und Vibe Coding — schnell zum Prototyp

KI-Werkzeuge erzeugen heute aus einer Beschreibung lauffähige App-Prototypen — gut, um eine Idee zu testen, bevor Geld fließt. Für den Dauerbetrieb einer Unternehmens-App fehlen meist drei Dinge: jemand, der den erzeugten Code versteht und wartet; Sicherheit und Datenschutz auf nachweisbarem Niveau; und eine saubere Anbindung an Ihre Systeme. Unser Rat: KI-Prototyp als Ideen-Test ja — als Produktivsystem nur mit Entwicklern, die den Code verantworten.

Weg 3: Freelancer — flexibel für kleine Projekte

Ein erfahrener Freelancer (Stundensätze im deutschsprachigen Raum meist 80–150 €) passt, wenn das Projekt klein und klar umrissen ist und jemand im Haus die Arbeit fachlich beurteilen kann.

  • Stärken: geringere Kosten als eine Agentur, direkter Draht, schneller Start.
  • Risiken: Verfügbarkeit über Jahre (Wartung!), Wissen an einer Person, Design, Backend und Test selten in einer Hand.

Weg 4: Agentur oder Softwarehaus — Verantwortung fürs Ergebnis

Ab etwa 15.000 € Projektvolumen übernimmt ein Team aus Entwicklung, Design und Projektleitung — mit Vertrag, Abnahmekriterien und Betrieb nach dem Launch. Das ist der übliche Weg, sobald die App Teil Ihrer Wertschöpfung ist: Kundenkonten, Systemanbindung, Datenschutz, Skalierung. Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten, steht in der 12-Punkte-Checkliste.

Der Kostenvergleich über drei Jahre

Der Startpreis täuscht — vergleichbar werden die Wege erst über die Laufzeit. Ein Rechenbeispiel über drei Jahre für denselben Anwendungsfall:

  • Baukasten: bei rund 30 €/Monat etwa 1.100 € in drei Jahren. Dafür: kein eigener Code, kein Export, Funktionsumfang und Preise bestimmt der Plattform-Anbieter. Für Standardfälle trotzdem unschlagbar günstig.
  • Freelancer: Beispiel 200 Stunden à 100 € = 20.000 € für den Bau — die Wartung über Jahre ist die offene Flanke: Ist die Person verfügbar, wenn das OS-Update im Herbst etwas bricht?
  • Agentur/Softwarehaus: einfache App ab rund 30.000 € plus Wartung (Faustregel 15–20 % pro Jahr) ≈ 43.000–48.000 € in drei Jahren. Dafür: eigener, dokumentierter Code, planbare Pflege, ein verantwortlicher Vertragspartner.
  • Die eigentliche Frage: nicht „Was kostet der Start?“, sondern „Was steht nach drei Jahren?“ — ein Abo ohne Substanz oder ein eigenes, erweiterbares System.

Drei Fälle, drei Wege

  • Restaurant mit Speisekarte und Reservierung: Standardfall, den Baukästen fertig abdecken — Baukasten, entschieden in einem Nachmittag.
  • Gründerin testet eine Marktidee: erst KI- oder Design-Prototyp für Feedback von echten Interessenten, dann als MVP individuell bauen, wenn die Idee trägt.
  • Mittelständler bindet den Außendienst ans ERP an: eigene Prozesse, Schnittstellen, Offline-Betrieb, Datenschutz — Agentur oder Softwarehaus, mit der Checkliste ausgewählt.

Die Entscheidungshilfe in vier Fragen

Vier Fragen führen zur Entscheidung — den Gesamtüberblick über Kosten, Ablauf und Anbieterwahl gibt der Leitfaden:

  • Deckt ein fertiger Baustein Ihren Fall ab? → Baukasten. Dann brauchen Sie uns nicht.
  • Wollen Sie erst wissen, ob die Idee trägt? → KI-Prototyp oder klickbarer Design-Prototyp, danach entscheiden.
  • Kleines, klares Projekt und Technik-Kompetenz im Haus? → Freelancer.
  • Eigene Prozesse, Schnittstellen, Datenschutz, Dauerbetrieb? → Agentur oder Softwarehaus. Einstieg ohne Großauftrag: Discovery für 1.900 €, am Ende steht ein Festpreis-Angebot — bei Beauftragung angerechnet.

FAQ

Häufige Fragen

Kann ich als Laie eine App erstellen?

Ja, mit einem App-Baukasten für Standardfälle: fertige Bausteine, kein Code, ab rund 10 € im Monat. Die Grenzen: eigene Logik, Schnittstellen, Datenschutz — dafür braucht es Entwickler.

Was kostet eine eigene App im Vergleich?

Baukasten rund 10–100 € im Monat, Freelancer nach Stundensatz (im deutschsprachigen Raum meist 80–150 €), individuelle Entwicklung ab 15.000 € für einfache bis über 100.000 € für komplexe Apps — Details mit Kosten-Schätzer auf unserer Kostenseite.

Reicht eine mit KI erstellte App für den Produktivbetrieb?

Als Prototyp und Ideen-Test: ja. Für den Dauerbetrieb mit echten Nutzerdaten braucht es Wartung, Sicherheit und Systemanbindung — also Entwickler, die den Code verantworten.

Was, wenn ich mit dem Baukasten anfange und später mehr brauche?

Ein Umstieg ist meist ein Neubau, denn Baukasten-Apps geben keinen Code her. Wer absehbar Schnittstellen oder eigene Logik braucht, fährt mit einer klein geschnittenen individuellen Version oft günstiger als mit zwei Anläufen.

Unsicher, welcher Weg zu Ihrem Fall passt?

Schildern Sie uns Ihr Vorhaben — wenn ein Baukasten reicht, sagen wir Ihnen das. Und wenn nicht, was individuelle Entwicklung kosten würde. Kostenlos, Antwort am selben Werktag.