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App entwickeln lassen: Worauf achten? Die 12-Punkte-Checkliste

Wer eine App entwickeln lässt, sollte vor Vertragsschluss zwölf Punkte prüfen. Die wichtigsten: Der Quellcode muss Ihnen gehören, das Preismodell muss zum Umfang passen (Festpreis für festen Umfang), Referenzen müssen nachprüfbar sein — und Wartung, Hosting und Datenschutz gehören vor dem Start geklärt, nicht danach.

Prüfpunkte
12
rote Flaggen
5
zeigen, ob die Wahl stimmt
2 Wochen
Lesezeit
6 Min.

Vor der Anfrage: drei Dinge, die Sie selbst klären

  • Ziel in einem Satz: Welches Problem löst die App, für wen? Wer das nicht in einem Satz sagen kann, bekommt Angebote, die nicht vergleichbar sind.
  • Budget-Rahmen: Ein realistischer Rahmen erspart beiden Seiten Wochen — zur Einordnung: einfache Apps 15.000–50.000 €, mittelkomplexe 50.000–100.000 €, Details auf der Kostenseite.
  • Muss-Funktionen vs. Wunschliste: drei bis fünf Muss-Funktionen für die erste Version. Alles andere ist Ausbaustufe.

Vertrag und Eigentum (Punkte 1–4)

  • 1. Code-Eigentum: Der vollständige Quellcode geht mit allen Rechten an Sie, dokumentiert und übergeben. Ohne diesen Punkt sind Sie bei jedem Folgeauftrag gefangen. Bei appDev ist das Standard in jedem Projekt.
  • 2. Preismodell verstehen: Festpreis für festgeschriebenen Umfang oder Aufwandsabrechnung mit Obergrenze und Etappen-Freigaben. Warnsignal sind beide Extreme: „Festpreis“ ohne Anforderungsaufnahme ebenso wie ein offenes Zeitkonto ohne Deckel.
  • 3. Abnahmekriterien schriftlich: Woran wird am Ende gemessen, ob geliefert wurde? Vor Projektstart vereinbaren, nicht in der letzten Woche.
  • 4. Änderungen geregelt: Was passiert mit Wünschen während der Entwicklung — wie werden sie bepreist und priorisiert? Ohne Regel wächst der Umfang, und der Termin fällt.

Team und Referenzen (Punkte 5–7)

  • 5. Wer entwickelt wirklich? Festangestellte, Freelancer, Subunternehmer — und wo? Fragen Sie konkret; die Antwort gehört ins Angebot. Bei appDev: festangestelltes, deutschsprachiges Team in Deutschland; Offshore bieten wir nicht.
  • 6. Nachprüfbare Referenzen: benannte Projekte vergleichbarer Größe, idealerweise mit Ansprechpartner zum Anrufen — nicht nur eine Logo-Wand. Wie das aussehen kann, zeigen unsere Referenzen.
  • 7. Erreichbarkeit und Sprache: fester Projektverantwortlicher, Reaktionszeiten, Deutsch oder Englisch — vorher klären, nicht im ersten Konflikt.

Technik und Datenschutz (Punkte 8–10)

  • 8. Technologie-Begründung: Warum nativ, warum Cross-Platform, warum dieses Framework? „Machen wir immer so“ ist keine Begründung — die Wahl muss aus Ihren Anforderungen folgen.
  • 9. Hosting und DSGVO: Wo laufen Server und Daten (EU?), wer ist Auftragsverarbeiter, gibt es einen AVV? Bei personenbezogenen Daten nicht verhandelbar. Wie wir es halten: EU-Hosting und DSGVO.
  • 10. Übergabefähigkeit: Könnte ein anderes Team den Code übernehmen? Indikatoren: Dokumentation, Tests, Standard-Technologien statt Eigenbau-Frameworks.

Betrieb und Zukunft (Punkte 11–12)

  • 11. Wartung mit Preis: Was kosten Betrieb, OS-Updates und Störungsbehebung nach dem Launch — als Zahl im Angebot, nicht als „klären wir später“. Als Faustregel werden in der Branche 15–20 % der Entwicklungskosten pro Jahr angesetzt.
  • 12. Exit-Szenario: Was passiert bei Kündigung oder Insolvenz des Anbieters? Code-Herausgabe, Zugänge, Dokumentation — geregelt, bevor man sie braucht.

Angebote vergleichen: das Kleingedruckte

Liegen zwei, drei Angebote auf dem Tisch, entscheidet selten der Preis allein. Fünf Stellen im Kleingedruckten, die teurer werden können als jede Preisdifferenz:

  • Nutzungsrechte vollständig und übertragbar: nicht nur „Nutzung“, sondern Bearbeitungs- und Weitergaberecht am Code — sonst dürfen Sie später nicht wechseln.
  • Eigentum an Store-Konto und Domain: App-Store-Konto, Google-Play-Konto und Domains gehören in Ihren Namen. Läuft die App über das Konto des Anbieters, hängt Ihre Kundenbeziehung an seinem Wohlwollen.
  • Drittlizenzen und Open Source: Welche Fremdbibliotheken stecken drin, mit welchen Lizenzpflichten und Folgekosten? Eine Liste gehört ins Angebot.
  • Gewährleistung konkret: Wie lange werden Fehler nach Abnahme kostenfrei behoben, mit welcher Reaktionszeit?
  • Preise für Ausbaustufen: Zu welchem Satz werden spätere Erweiterungen abgerechnet? Ein günstiger Erstpreis mit teuren Folgeaufträgen ist ein bekanntes Muster.

Nach der Beauftragung: die ersten zwei Wochen

Ob die Wahl richtig war, zeigt sich früh. In den ersten zwei Wochen sollte passieren: ein Kickoff mit allen Beteiligten und klaren Zuständigkeiten, die Übergabe von Zugängen und Testdaten, ein vereinbarter Rhythmus für Zwischenstände — und die schriftliche Fassung der Abnahmekriterien, falls sie noch fehlt. Passiert stattdessen zwei Wochen wenig Greifbares, ist das kein Ausrutscher, sondern ein Muster: Sprechen Sie es sofort an, solange der Kurswechsel noch wenig kostet.

Fünf rote Flaggen

  • Festpreis-Zusage im Erstgespräch, bevor jemand Ihre Anforderungen aufgenommen hat.
  • Der Quellcode „verbleibt beim Anbieter“ oder kostet extra.
  • Keine benennbaren Referenzprojekte in Ihrer Größenordnung.
  • Kein Wort zu Wartung und Betrieb im Angebot.
  • Druck zur Gesamtbeauftragung statt eines überschaubaren ersten Schritts (Discovery, Konzept, MVP).

FAQ

Häufige Fragen

Was ist der wichtigste einzelne Punkt?

Code-Eigentum. Gehört Ihnen der Quellcode nicht vollständig und dokumentiert, verhandeln Sie jeden künftigen Auftrag aus der schwächeren Position.

Festpreis oder Aufwandsabrechnung?

Beides funktioniert. Festpreis passt für festgeschriebenen Umfang nach einer Anforderungsaufnahme; Aufwand braucht Obergrenze und Etappen-Freigaben. Nicht tragfähig ist ein Festpreis ohne Kenntnis Ihres Vorhabens.

Woran erkenne ich, ob Referenzen belastbar sind?

Benannte Projekte, benannte Ansprechpartner, App-Store-Links zum Selbst-Ausprobieren. Fragen Sie nach einem Referenzgespräch — gute Anbieter vermitteln es.

Muss der Anbieter aus Deutschland sein?

Nein, aber Sie sollten wissen, wer wirklich entwickelt und wo Ihre Daten liegen. Deutschsprachige Ansprechpartner, EU-Hosting und ein greifbarer Vertragspartner nach deutschem Recht vereinfachen Abstimmung und Datenschutz erheblich.

Wem sollten App-Store-Konto und Domain gehören?

Ihnen — von Anfang an. Apple- und Google-Konten sowie Domains auf den Namen des Anbieters sind eine der häufigsten Abhängigkeitsfallen: Beim Wechsel oder im Streitfall kontrolliert er Veröffentlichung und Erreichbarkeit Ihrer App.

Sie vergleichen gerade Anbieter?

Schicken Sie uns Ihr Vorhaben — Sie bekommen ein Angebot, das alle zwölf Punkte von sich aus beantwortet. Zum Vergleichen, kostenlos.